Jugendschutz - Mädchen vor Computer
Informationen für Eltern
Vater und KindWissen Sie Bescheid?

Der Umgang mit dem Internet ist für die junge Generation schon Alltag. Das Internet bietet eben alles. Doch vielen Eltern sind die Grenzen und Gefahren des Internets nicht bewusst. Dieser Ratgeber soll Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Punkte geben, die Sie als Eltern kennen sollten, damit ihre Kinder sicher online surfen.

Die Geschichte von Tina

Tina ist 13 und findet Chats super und möchte sich auch mal mit ihren Freunden aus dem Chat treffen. Doch Vorsicht! Das ist nicht immer so einfach und kann auch gefährlich werden!
Lesen Sie die Geschichte von Tinas Chat Flirt >>>

1. Persönlichkeit und persönliche Daten schützen

Anonymität reizt - Das Internet verführt dazu, falsche Angaben zu machen. Es ist manchmal reizvoll, in eine andere Rolle zu schlüpfen, ohne dass der Gesprächspartner das bemerkt. Das kann aber auch ausgenützt werden, um ihr Kind zu belästigen oder zu bedrohen.
Kinder und Jugendliche chatten gern - Das ist meist harmlos, doch gibt es leider auch Erwachsene – Pädophilie – die unter falscher Identität versuchen, Kontakte mit Kindern in Chats oder Online-Foren aufzubauen. Manche wollen Kinder nur erschrecken, andere möchten weiter gehen und sich mit ihnen verabreden.
Persönliche Treffen mit Chat-Bekanntschaften - Können sehr gefährlich sein. Wenn sich ihr Kind mit einer Chat-Bekanntschaft verabredet, sollten Sie über Ort und Zeitpunkt informiert sein. Vielleicht ist ein Treffen bei Ihnen zu Hause möglich oder Sie oder eine andere erwachsene Vertrauensperson können selbst in der Nähe sein. Andere Kinder oder Jugendliche bieten nicht immer ausreichend Schutz, wenn wirklich jemand negative Absichten hat.
Persönliche Daten schützen - Namen, Telefonnummern, Fotos, Adressen und private E-Mail-Adressen können im Internet leicht missbraucht werden. Darum sollte man eine Weitergabe diese Daten möglichst vermeiden. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Kinder Namen, Adressen, Telefonnummern und private E-Mail-Adressen nur an anerkannte Internet- oder E-Mail Betreiber weitergeben.
Allerhöchste Vorsicht ist bei Online-Bekanntschaften geboten. Klären Sie Ihre Kinder über die Gefahren auf und bleiben Sie im Gespräch über das, was ihnen im Internet begegnet.
Fotos, die ins Internet gestellt werden, können von jedem kopiert, weiterverbreitet, manipuliert und in neue Zusammenhänge gebracht werden. Darum gilt: Vorsicht mit Bildmaterial, besonders wenn es sich um Fotos von Kindern handelt!
Eine zweite E-Mail Adresse schützt - Richten Sie für sich und Ihre Kinder eine zweite E-Mail-Adresse ein, die Sie dann überall nutzen, wo Belästigung (unerwünschte Werbung, Spam, etc.) möglich ist oder wo Sie oder ihr Kinde nicht sofort erkannt werden sollen (z.B. im Chat). Wählen Sie daher die Namen dieser E-Mail-Adressen so, dass keine Rückschlüsse auf Name, Alter, Geschlecht, Wohnort und weitere persönliche Daten möglich sind.

2. Der richtige Umgang mit kritischen Situationen

Schutz vor Spam und unseriösen Angeboten - Im Internet gibt es leider auch Menschen, die anderen schaden wollen, zum Beispiel durch Viren oder sinnlose Botschaften (Spam-Mails) oder sexuelle Angebote. Darum: E-Mails von Unbekannten besser sofort löschen oder sperren, Virenschutz und Spam-Filter nutzen und laufend aktualisieren.
Umgang mit Belästigung - Lassen Sie sich weder einschüchtern noch provozieren, wenn jemand Sie oder Ihre Kinder belästigt! Löschen Sie E-Mais und Botschaften, die Sie belästigen. Informieren Sie die Betreiber. Setzen Sie Personen, die Sie oder Ihre Kinder belästigen, auf Sperrlisten. Zögern Sie nicht, bei kriminellen Handlungen die zuständigen Stellen zu informieren.
Das betrifft auch Chats: Ihre Kinder sollten wissen, dass sie Nachrichten von nervenden Teilnehmern im Chat einfach wegklicken können. Aufdringliche Kontakte sperren (‚Ignorieren’) und dem Chat-Moderator Bescheid geben.
Sprechen Sie mit Ihren Kindern - Lassen Sie Ihre Kinder wissen, dass Sie bei Problemen im Internet nicht allein sind! Sie sollen immer die Möglichkeit haben, sich an Sie, an Freunde, Lehrer oder auch Beratungsstellen im Internet zu wenden. Bleiben Sie für Ihre Kinder ein offener Ansprechpartner! Schauen Se sich alles genau an, bevor Sie es beurteilen.
Tauschen Sie Erfahrungen mit anderen Eltern aus - Das Internet ist voll von interessanten Inhalten. Sie und Ihre Kindern werden nicht alle für Sie interessanten Seiten finden: Darum: Sprechen Sie mit anderen Eltern. Geben Sie sich gegenseitig Tipps und nutzen Sie empfohlene Linklisten.