Claudia Carl/dpa/tmn

Geldanlage: Beratung soll besser werden

Die neue Regelung soll für mehr Durchblick sorgen (Foto: pixelio)
Ab November kommen auf Anleger mehr Formulare und längere Beratungsgespräche zu. Grund ist eine neue EU-Richtline. Beim Kauf eines Finanzprodukts muss der Bankberater künftig auch nach Beruf und Ausbildung seines Kunden fragen.
 
«Es wird halt unterstellt, dass ein leitender kaufmännischer Angestellter mehr von der Geldanlage weiß als jemand, der beruflich Motorräder repariert», sagte Stefan Michler vom MIFID-Ausschuss des Verbands Unabhängiger Vermögensverwalter (VUV) in Frankfurt. Auch die finanziellen Verhältnisse des Anlegers und seine Risikobereitschaft spielen dann eine größere Rolle.
 
In Deutschland soll die «Markets in Financial Instruments Directive» (MIFID) zum 1. November in Kraft treten. Ziele sind eine individuellere Anlagestrategie, ein besserer Schutz vor falscher Beratung und mehr Transparenz.
 
«Wenn ein Anleger in Japan investieren will, kann eine Bank in Zukunft nicht mehr einfach ihr institutseigenes Produkt anbieten», erläutert Michler. Ein einheitliches Formular, das Kunden mit ihren Angaben füllen, soll es nicht geben. Jede Bank erarbeitet derzeit eigene Fragebögen.
 
Pro und Contra: Das sagen die Experten zur neuen Richtlinie. Klicken Sie auf ein Foto, um die Bildergalerie zu starten.
 
 
Noch mehr Bürokratie
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Wissenstest gefordert
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Ungleiche Behandlung
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Mehr Transparenz
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Günstigste Order
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Haftung verbessert
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