| Eva Schiwarth |
Entscheidend ist auf'm Platz
Fußballclubs an der Börse
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Wenn die Fan-Gesänge verstummt sind, die letzten Tore geschossen, alle Punkte und Pokale vergeben, kann man als Fußball-Anhänger eigentlich mal wieder ans Geld denken.
Zum Beispiel an Fußball-Aktien. Insgesamt 27 börsennotierte Clubs in Europa zählt der Dow Jones STOXX Football Index, unter ihnen traditionsreiche Namen, italienische Legenden, drei türkische Vereine. Mancher Club versteckt sich dezent aber erfolgreich hinter dem Namen seines Stadionbetreibers - wie der FC Kopenhagen. Andere - wie Manchester United - haben sich aus dem finanziellen Oberhaus wieder zurückgezogen
Für eingeschworene Anhänger ist das Investieren in Clubaktien wohl eher Ehrensache und sportliche Herausforderung als ernsthafte Geldanlage. Denn auch mit einem - von Anlage-Experten immer wieder beschworenen langen Atem - kann man sich mit Kicker-Papieren ziemlich in die Nesseln setzen. So hat der einzige deutsche Proficlub an der Börse - Borussia Dortmund - seit Börsengang im Jahr 2000 eigentlich nur verloren. Damals wurde das BVB-Papier für 11 Euro an den Mann gebracht - heute bekommt man es für einiges unter 2 Euro.
Wer sich dennoch ein paar Aktien seines Lieblingsclubs ins Portfolio holen will, sollte diese nicht mit der rosaroten Fanbrille auf der Nase tun. Finanzexperten empfehlen, den Fußballklub wie jede andere Aktiengesellschaft zu betrachten: Man soll sich das Ertragspotenzial ansehen - dazu zählt die Aussicht auf den langfristigen sportlichen, aber vor allem wirtschaftlichen Erfolg.
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