| Tim Farin und Christian Parth |
Rock 'n' Roll lebt und lohnt sich wieder
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Mögen die Plattenfirmen noch so sehr jammern: Mit Popmusik lässt sich Geld verdienen - unter freiem Himmel auf Wiesen und Provinzflughäfen. Rockfestivals boomen. Das füllt die Geldbeutel von Veranstaltern, Bands und Herstellern von Toilettenhäuschen.
Es war ein Segen für Arno Asmus, als die Chefs der Tonträgerbranche vor Jahren ihr Wehklagen begannen. Von den sinkenden CD-Verkaufszahlen, das war dem Geschäftsführer der Firma Sani klar, würde er profitieren. Denn um die Verluste beim CD-Absatz auszugleichen, mussten Musiker nun wieder öfter live auf die Bühne. Und wo die Massen rocken, muss auch gepinkelt werden. Das nützt dem Geschäft des Herstellers mobiler Toiletten- und Duschkabinen.
Noch nie lief Asmus' Geschäft so blendend wie heute. "Der härteste Rocker wird lammfromm, wenn er eine saubere Toilette vorfindet." Asmus frohlockt, bereits ein Sechstel seines zweistelligen Millionenumsatzes macht er auf Festivals.
Das Geschäft mit dem Hordenerlebnis boomt. Wummernde Bässe und kreischende Künstler locken zwischen Mai und September Hunderttausende Menschen auf Äcker und Provinzflugplätze. "Die Nachfrage ist gewaltig, das hat etwas von einem Hype", schwärmt Folkert Koopmans, Chef des Veranstalters FKP Scorpio. Preise schnellen in die Höhe, trotzdem sind Tickets oft Wochen im Voraus vergriffen.
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